MAX UND MORITZ
Den Titel sieser Burleske im Polea-Stil wird Boulanger mittels kinderliedhafter Melodik aber auch mittels Stimmungs und Tempowechseln gerecht.Ist es Zufall,das das Stück-in Analogie zu Wilhelm Buschs Werk-gerade sieben Abschnitte aufweist?Ein erstes Thema in G-Dur spitzbübisch und frölich-exponiert der Komponist in 16 Takten.Nach einer viertaktigen Überleitung folgt eine Art Variation desselben. Darauf brigt Boulanger wiederum die Originalform des Themas, um weiter zu einer neuen Melodie, diesesmal in C-Dur zu wechseln. Noch meher als das erste entspricht dieses Motiv dem Kinderliedtypus, weckt sogar Assziationen an ein bestehendes Kinderlied 8Hans im Schneckenloch).
Nach einer langsamer zu spielenden und mit rhytmischen Anderungen versehenen Wiederholungen des zweiten Themas moduliert „Max ud Moritz“ nach E-Moll. In dieser Tonart erklingt eine dritte Melodie im „Zigeunerton“.Abschliessend bringt Boulanger noch einmal das erste Thema, wieder in G-Dur, jetzt allerdings in Flageolettlage.
Intro (4T) Teil B (20T;C-Dur)
Teil A (16T,G-Dur) Teil B (32T)
Überleitung (4T) Teil C (24T;E-moll)
Teil A´(16T) Überleitung(2T)
Teil A (16T) Teil A“(16T;G-Dur)
Überleitung (4T)
Boulanger nuzt in dieser Nummer enmal meher ein sparsames harmonisches Gerúst als Basis für seine spieltechnischen Besonderheiten:Pizzicati im ersten Thema, rubato-reicher, süffiger Ton beim dritten und ein virtuoser Lauf hin zum Schlussteil mit der bereits erwáhnten Flageolett-Einlage.
Von der Lizentiatsarbeit "Georges Boulanger, Violinvirtuose"
Dr. Christian Peter Meier
Chefredaktor
Neue Zuger Zeitung
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