TOKAY
Die melodische Essenz dieses “Ungaischen Fox” in D-Moll besteht im wesentilichen aus zwie viertaktigen, miteinander korrespondierenden Themen.Der Stückaufbau ist leicht überschaubar, der harmonische Ablauf simple. Dies ist jedoch nicht negativ zu versthen, denn Boulanger zeigt hier beispielhaft, wie mit wenig musikalischem Material ein spründes, mitreissendes Werk entsthen kann.Das Geheimnis von „Tokay“ liegt in der verbindung der beiden themen. Das erste umschreibt einen Aufstieg um eine Oktave, der in drei Anläufen erfolgt und der eine gewisse Spannung und Erwatungshaltung aufbaut. Gleichsam als Antwort darauf erscheint das zweite Thema, welches darüber hinaus an den Anfang des ersten zurückführt, so dass theoretisch ein unendliches Wechselspiel der beiden Abshnitte dankbar wäre.
Der affektive Stückablauf präsentiert sich natürlich anders:
Intro (8T)-AABA-Zwischenteil C (12T)-AABA-C-AABA-AABA-Schluss (2T).
Die Instrumentierung auf der Originalaufnahme nimmt dieses Frage-Antwort-Spiel teilweise auf. So dialogieieren im ersten 16 taktigen Durchgang Tenorsaxophon (Tema A) und Violine (TemaB);im dritten Durchgang sind es dannn ein Bäserzatz und die Violine.
Von der Lizentiatsarbeit "Georges Boulanger, Violinvirtuose"
Dr. Christian Peter Meier
Chefredaktor
Neue Zuger Zeitung
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